Podcast Kira Liebmann Pubertät

#59: Das geht (so) nicht!

Geht nicht, gibt’s nicht: So schaffst du es, dir deine Gedanken in eine positiv-konstruktive Richtung zu lenken

In dieser Podcastfolge habe ich wieder zwei kurze Anekdoten aus meinem Leben für dich, die ich dir nicht einfach nur erzählen möchte, sondern mit denen ich dir einen Gedankenimpuls mitgeben möchte. Es geht um meinen Mann, die Telekom und darum, wie wichtig es ist, dass du deine Gedanken offen hältst.  

Mein Mann und ich sind gerade mitten im Umzugschaos. Für unsere Patchwork-Familie geht es aufs Land in ein Häuschen. Und wie das bei einem Umzug so ist, müssen wahnsinnig viele Kisten gepackt und Möbel aufgebaut werden. Eines der Lieblingsausrufe meines Mannes dabei war „Das geht nicht“.

Mit der Zeit hat mich das wirklich aufgeregt, weil dieses „das geht nicht“ dafür stand, dass er keine Lust mehr hatte.

Keine Lust mehr darauf, sich etwas Neues einfallen zu lassen, wie eine bestimmte Sache doch funktioniert oder ihn verließ die Lust am Um- und Aufbau ganz.

Meine Antwort bald darauf: „Schatz, ich habe einen wirklich klugen Mann geheiratet und ich bin mir sicher, dass du einen  ganz tollen Weg finden wirst“, anfangs motivierte ihn das tatsächlich noch, bis es zum Running-Gag wurde.

Ich gebe mich mit der Aussage, dass etwas nicht geht, niemals zufrieden. Da werde ich richtig wütend, weil du dich mit diesem Denken selbst blockierst.

Sagst du immer wieder zu dir selbst, dass etwas nicht geht, bist du nicht offen für neue kreative Lösungsansätze für die gegenwärtige Situation.

Sage doch viel lieber „Das geht SO nicht“ und überlege dir eine Alternative für dein Problem oder deine Situation, in der du gerade (gedanklich) feststeckst.

Die Möbel stehen mittlerweile alle und die Kisten sind auch ausgepackt. Ging dann also doch, nur nicht SO – dafür anders!

Die zweite kurze Geschichte hat mit einem großen deutschen Telefonanbieter zu tun und damit, wie wertvoll es ist, ruhig und positiv zu bleiben, trotz Unmut.

Alles fing damit an, dass ich den Termin für die Umschaltung von Telefon und Internet vorverlegen wollte. Das klappte nicht und ich wartete ein paar Tage von der Außenwelt abgeschnitten ab und rief dann an einem Sonntag im Kundenservice an.

Böser Fehler, dies an einem Sonntag zu tun! Der Servicemitarbeiter war mäßig motiviert mir weiterzuhelfen oder mir in irgendeiner Weise entgegenzukommen. Auch hier wieder: „Das geht nicht“, war seine Standardantwort auf all meine Vorschläge.

Zugegeben, nach langer Diskussion war ich irgendwann auch genervt und etwas ungehalten. Das war nicht klug und ein Fehler meinerseits. Ich beendete das Telefonat und rief am Folgetag, also am Montag, nochmal im Kundenservice an.

Neuer Tag, neues Glück und vor allem neues Mindset. Ich nahm mir vor, offen und freundlich zu bleiben, jedoch bestimmt zu sagen, dass ein „das geht nicht“ für mich keine Option ist, weil ich einen Geschäftsanschluss habe, den ich auch benutzen muss.

Der Herr kam mir entgegen, als ich meinte, dass ich ihn total verstehe, aber wir eine andere Lösung finden müssen. Die Vereinbarung lautete dann, dass ich mir Datenvolumen auf mein Handy hinzubuche, damit ich dieses als Hotspot einrichten kann. Das investierte Geld dafür, bekomme ich von der Telekom zurückerstattet.

Ich bin gespannt, ob das klappt, aber auch hier wieder. Geht nicht, gibt’s nicht. Ein „Das geht SO nicht“ regt dich und deinen Gegenüber dazu an, über weitere Lösungen nachzudenken und blockiert nicht den Geist und die Kreativität.

Die Learnings für dich: 

Diese zwei Situationen waren echt große Learnings ür mich. Im Podcast geht es ja nicht nur darum, dass ich dir Tipps gebe, wie du mit deinem Teenie umgehen kannst.

Mir ist wichtig, dass du ein positives Mindset entwickelst und im Prozess bleibst, kreative Lösungen in ganz unterschiedlichen Situationen herzuleiten, um in der Interaktion zu bleiben. 

Bleibe im Austausch mit deinem Kind, mit deinem Partner, mit deiner Umwelt. Sei auch dir gegenüber stets wertschätzend und sage zu dir, dass es SO nicht geht – aber immer anders!

Inhalt/ Podcast: Kira Liebmann

Blogartikel: Susanne Hentschelå

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