Über mich

Von der Depression zur Unternehmerin

Meine geschichte

Geboren und aufgewachsen bin ich auf dem Land wie in einem Mädchentraum auf einem Reithof fernab der nächsten größeren Stadt. Als Kind war es dort großartig, doch als Teenager stand ich vor großen Herausforderungen. Zum Beispiel waren alle Freunde, Parties, Diskotheken viele Kilometer weg. Eben mal schnell einen Freund treffen, war recht schwierig. 

Das Leben auf dem Land glich für mich eher einem Rosamunde Pilcher Film als der Realität: Mein Alltag: Schule – Hausaufgaben machen – mit dem Pony raus bis es dunkel wurde. 

Kannst du dir vorstellen wie geschockt ich war, als ich mit 20 das erste Mal in Berlin aus der U-Bahn steige und direkt um Geld angeschnorrt wurde…?

Hilflos

Was war los?

Auch wenn wir nach außen das perfekte Leben geführt haben, im Inneren hatten wir wie jede andere Familie unsere Baustellen. Bei uns zuhause war es so, dass meine Eltern sehr in ihrer Welt gefangen gewesen sind und es ihnen teilweise unmöglich gewesen ist, diese zu verlassen. Meine Mutter hatte in unregelmäßigen Abständen depressive Schübe und mein Vater stammt aus der Kriegszeit. In seiner Kindheit war wenig Raum dafür, Empathie, Mitgefühl oder Taktgefühl zu lernen. 

Ich habe schon sehr früh eine Mauer um mein Herz errichtet, um das was da drinnen ist, bestmöglich zu schützen. Das hat mich als Kind und Jugendliche nach außen arrogant und emotionslos wirken lassen. Und ich habe damit den Eindruck erweckt „die Kira die ist stark, die haut nichts um“. Was hinter den Mauern los war, das hat niemand zu sehen bekommen. 

Doch so eine Fassade aufrecht zu erhalten, ist ein riesiger Kraftakt. Um das als Teenager zu kompensieren, habe ich früh mit Alkohol trinken angefangen, irgendwann Drogen genommen – nur um diese Leere die ich in mir gespürt hatte, zu betäuben.  

Ich bin darauf nicht stolz und finde das auf keinen Fall nachahmungswert, doch für mich war es damals die einzige Strategie, die mir eingefallen ist. Ich weiß, dass meine Eltern mich immer geliebt haben und ihr oberstes Ziel war, uns Kindern eine möglichst entspannte und glückliche Kindheit zu ermöglichen. Wir sind alle nur Menschen und handeln nach bestem Wissen und Gewissen. Und am Ende wissen wir eh nicht, welchen Teil unserer Erziehung uns unsere Kinder irgendwann um die Ohren hauen werden…  

Familie geht über alles

2006 lernte ich meinen ersten Mann kennen. Nach 4 Monaten sind wir zusammengezogen. Und obwohl ich für mich innerlich wusste, dass wir im Grunde nicht zusammenpassen, bin ich in dieser Beziehung geblieben. Denn eines hatten wir gemeinsam: Den Wunsch nach einer eigenen Familie.  

Das was ich mir immer gewünscht habe, war eine eigene Familie. Für mich war und ist dies der höchste Wert in meinem Leben. 

Nach einem Jahr war ich mit der ersten Tochter schwanger. Die Ehe wurde für mich zunehmend schwieriger, aber ich war so auf „Familie ist das Wichtigste“ geeicht und habe daher meine Bedürfnisse hinten angestellt, um mein Familienleben aufrecht zu erhalten. Als sich ungeplant Tochter Nummer 2 angekündigt hat, war an Trennung eh nicht mehr zu denken. 

Die inneren Stimmen, die sich wieder und wieder gemeldet haben, habe ich ignoriert und lange Zeit erfolgreich zum Schweigen gebracht. 

Traurig

Der Tiefpunkt

2014 wurde eine langjährige und damals sehr gut Freundin von ihrem Mann verlassen. Sie hat die Trennung und das Leben alleine nur schwer verkraftet und war daher ab der Trennung 6-7 Tage pro Woche mit ihrem Kind bei mir. Wir haben wie eine große Familie zusammen gelebt, waren sogar gemeinsam im Urlaub. 

Wie sich später herausgestellt hat, kam sie weniger wegen mir, sondern eher wegen meines damaligen Partners so oft zu mir nach Hause… 

Unsere Ehe ging 3 Monate später auch auseinander und er hat mir wenige Tage nach der Trennung gesagt, dass er sich in besagte Freundin verliebt hat. Ich hatte bereits davor eine Ahnung, aber ich war ja schon sehr geübt darin, mein Bauchgefühl zu ignorieren und die Mauer zu verstärken. 

Der Mann und die beste Freundin klingt wie ein Klischee, wie ein schlechter Film. Diese Tatsache hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich konnte nur noch mit Hilfe von Beruhigungsmitteln die Tage irgendwie ertragen, es tat einfach nur weh. 

Ich habe mich emotional in mich zurückgezogen und habe nichts mehr gespürt, mir so fest eingeredet, dass mir das egal ist, dass ich es irgendwann selber geglaubt habe. 

 

Raus aus der Depression

Mein Leben dümpelte von Tag zu Tag dahin und ich war nur damit beschäftigt, den Tag irgendwie rumzubringen.  

Silvester 2014/2015 war einer dieser ganz schweren Tage. Ich war mit den Kindern alleine zuhause, er war mit ihr beim Feiern. Dies war das trostloseste und traurigste Silvester meines Lebens. Irgendwann habe ich mich nach Mitternacht im Garten in die Kälte gestellt, die Augen geschlossen und mir selber versprochen, dass es Zeit ist, etwas zu ändern. In dieser Nacht wurde mir da draußen, barfuß im Schnee eines klar: Kira – du brauchst ein Ziel!! So geht es nicht weiter.

Mir wurde schlagartig bewusst, dass ich so viele Jahre für andere gelebt habe und mich überhaupt nicht damit beschäftigt habe, was ICH eigentlich möchte, was ICH vom Leben erwarte, wer ICH sein will. Nach der Trennung hat mir jeder Halt gefehlt. Ausser den Kindern hatte ich nichts, was mich angetrieben hat, morgens aufzustehen. 

Aber finde mal ein Ziel wenn du mental im Sumpf hängst, schwer damit beschäftigt, aller Welt zu beweisen, wie taff du bist und wie toll du diese Trennung wegsteckst. Ich wollte ja nichts fühlen also musste ich mir und dem Rest einreden, mir gehts gut. Und das kostet unfassbar viel Kraft und Energie. 

Doch ich bin ein Machertyp und wenn ich mir etwas vornehme, gehe ich direkt in die Umsetzung. Diese Fähigkeit hat mir dabei geholfen, mir Schritt für Schritt meine Ziele zu definieren, mir klar zu werden, wo stehe ich und wo will ich hin. 

Und auf einmal wurde es immer einfacher, morgens aufzustehen. Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich schon länger keine Tabletten mehr genommen habe und fing ganz langsam an, auch meinem Umfeld zu erzählen, wie es mir wirklich geht und ging. Und so kam ich Schritt für Schritt raus aus der drohenden Depression hin zu einem selbstbestimmten Leben. 

Mit Zielen vor Augen hat mein Leben sich komplett geändert, ich habe alleinerziehend ein eigenes Business aus dem Nichts erschaffen und bin darin so gut, dass ich sein 2018 komplett selbständig bin. Von der Depression zur Unternehmerin.

Meine Vision

Ich brenne dafür, Menschen Mut machen, ihren Weg zu gehen, ihr Ding zu machen und sich von niemandem einreden zu lassen, dass dieses oder jenes nicht geht. 

Dies möchte ich vorallem jungen Menschen so früh wie möglich mit auf den Weg zu geben. Je eher ein Mensch das weiß und umsetzt, umso schneller kommt er in seine volle Kraft. 

Doch der Hauptmotor in den Familien sind die Eltern. Erst wenn die verstanden haben, wie wichtig das richtige Mindset ist, haben die Jugendlichen die Chance, ihr Ding zu machen. 

KINDER TUN NICHT IMMER DAS, WAS WIR SAGEN ABER SIE TUN IMMER DAS, WAS WIR TUN!

Es liegt mir sehr am Herzen, den Menschen Mut zu machen und ihnen zu zeigen, dass es immer möglich ist, ein Leben seiner Wahl zu führen. Doch alles beginnt immer mit einer Sache: Du musst dich entscheiden! Solange du keine Entscheidung triffst, passiert garnichts!